Das im 2011 lancierte Social Trading Tool von eToro ist revolutionär. Mit dem Copytrader können Sie mit einem Mausklick anderen Tradern folgen und zukünftig alle Ihre Positionen im Verhältnis 1:1 kopieren. Das läuft so ab, dass Sie zunächst im eToro Openbook die Ranglisten (Rankings) überprüfen. Wenn Sie denken, dass ein Trader auch in Zukunft erfolgreich ist, dann klicken Sie ihn an und können einen Betrag bis 20% Ihres Vermögens auf ihn setzen, beispielsweise 1‘000$. Eröffnet jetzt dieser Trader mit 15% seines Vermögens eine neue Position, dann setzen Sie praktisch zeitgleich und automatisch 150$ auf dieselbe Position. Maximal können Sie bis zu zehn erfolgreichen Händlern folgen.

Dies tönt sehr verlockend. Statt dass Sie ständig Nachrichten lesen und versuchen, daraus ihre Schlüsse zu ziehen, sowie viel Zeit mit der technischen Analyse von Kursbewegungen verbringen, suchen Sie sich einfach ein paar erfolgreiche Trader heraus und kopieren die Denkarbeit dieser Personen. Es ist also fast so, wie wenn Sie die besten Schachspieler kopieren könnten.

Das Problem ist, dass „wenn etwas zu gut tönt, um wahr zu sein, dann ist es meistens so“. Es gibt keine risikolosen Gewinne und auch keine Programme oder Anleitungen, um schnell und risikolos reich zu werden. Lesen Sie deswegen jetzt unsere Erfahrungen mit dem Copytrader von eToro.

 

Funktioniert der Copytrader? Unsere Erfahrungen

Wie Sie vielleicht auch waren wir zu Beginn absolut begeistert von der Idee, erfolgreiche Trader zu kopieren und so „im Schlaf“ Geld zu verdienen. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit haben uns aber davon abgehalten, gleich mit echtem Geld den Copytrader zu testen. Stattdessen haben wir ein kostenloses Demokonto bei eToro eröffnet und mit den 10‘000$ Spielgeld Erfahrungen mit dem Copytrader gesammelt. Dabei haben wir zunächst viel Zeit aufgewendet, die wirklich erfolgreichen Trader zu finden. Wichtig erschien uns dabei, nicht diejenigen mit dem höchsten Gewinn, sondern solche Trader zu kopieren, die über einen langen Zeitraum kontinuierlich Geld verdient haben, zu kopieren. So sind wir bei 10 Tradern gelandet. Dabei haben wir Beträge zwischen 500 und 2000$ alloziiert, und insgesamt nur drei Viertel der 10‘000$ überhaupt eingesetzt. Das Resultat von mehreren Monaten sehen Sie hier:

 

Sie sehen, dass trotz sorgfältiger Auswahl der besten Trader ein Verlust von 2‘000$, also minus 20% des Gesamtkapitals in wenigen Monaten, resultierte. Bezogen auf das eingesetzte Kapital betrug der Verlust sogar 27%. Wie ist das möglich? Wir versuchen, dies zunächst anhand eines der meistkopierten Tradern  beispielhaft zu zeigen und anschliessend u.a. anhand einer bekannten Finanzmarkt-Theorie die Gründe für unsere negativen Erfahrungen mit eToro aufzuzeigen.

 

NMarijus –2‘500 „Copiers“ und 15‘800 Anhänger

Jetzt, im Februar 2012, hat NMarijus immer noch über 2‘500 Trader, die ihn kopieren. Auch wir gehörten dazu, er erschien uns als eine sehr gute Wahl:

Sie sehen in der Grafik, wie der Litauer es geschafft hat, über einen Zeitraum  von fünf Monaten einen Gewinn von 450% zu erzielen. Und dies nicht mit einem Glückstreffer, bei dem er viel Kapital riskierte, sondern kontinuierlich mit vielen einzelnen Trades. Ein idealer Trader zum kopieren also.

Leider setzte kurz nachdem wir ihm folgten eine Trendwende ein:

 

Seine ganzen Gewinne aus fünf Monaten waren nach wenigen Wochen komplett verloren. Noch immer hat NMarijus 2’500 Copiers, also Leute, die ihn kopieren. Wir hoffen, dass sich darunter viele wie wir befinden, die kein echtes Geld riskiert haben. Denn wer im falschen Moment hier eingestiegen ist, hat trotz der sehr guter Performance in der Vergangenheit einen Grossteil seines Vermögens verloren.

Doch wie konnte das passieren? Wir sehen folgende Gründe und Erklärungen.

 

Verluste mit Copytrader – Gründe und Erklärungen

Wir sehen drei wesentliche Gründe, die dagegen sprechen, den eToro Copytrader als Werkzeug zu sehen, schnell und ohne Aufwand Gewinne machen zu können. Aufgrund der Erfahrungen mit den kopierten Tradern sehen wir folgende Erklärungen, warum der Copytrader bei uns (und wohl bei vielen anderen auch) nicht funktionierte.

Survivorship Bias

Dies ist ein bekannter Ausdruck aus der Analyse von Fonds. Insbesondere in der Hedge Fonds Industrie ist das ein häufiges Problem. Gemeint ist damit, dass eine Tendenz besteht, nur die Perfomance der „Überlebenden“ zu beobachten – der sogenannte „Survivorship Bias“. Bei Hedge Fonds ist es so, dass diese sehr riskante Anlagen tätigen. Einige davon erzielen hohe Verluste mit ihrer Strategie. Das führt dazu, dass Anleger ihre Anteile verkaufen und der Fonds schlussendlich geschlossen wird. Ein solcher Fonds, der nach drei Jahren liquidiert wird, erscheint aber in keiner Analyse zur Peformance von Hedge Fonds über einen Zeitraum von fünf Jahren. Somit erscheinen die Resultate von Hedge Fonds besser, als sie tatsächlich sind.

Und dasselbe ist beim eToro Copytrader der Fall. eToro verfügt über hunderttausende von Kunden. Deren Ergebnisse werden alle ausgewertet. Und da ist klar, dass selbst wenn keiner eine Ahnung vom Forex Trading hat, ein gewisser Prozentsatz davon Erfolg haben wird – einfach aus purem Zufall. Solche Trader erscheinen dann in den Bestenlisten von eToro und werden fleissig kopiert. Andere Händler können aber nicht wissen, ob solche Trader wegen ihrer Erfahrung, ihren Analysen und ihrem Instinkt erfolgreich waren, oder ob sie einfach Glück hatten.

 

Trading Strategie funktioniert nicht mehr

Ein ähnlicher Erklärungsansatz ist, dass die Trading-Strategie nicht mehr funktioniert. Sie kennen sicher die Aussage aus dem Haftungsausschluss und Risikohinweis: „In der Vergangenheit erzielte Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne“.  Der Devisenmarkt ist sehr schnelllebig. Eine Strategie, die vor kurzem noch funktionierte, kann plötzlich zu hohen Verlusten führen. Es kann also sein, dass Sie zwar einen Trader finden mit einer funtionierenden Strategie. Wenn Sie ihm jedoch zu lange folgen, funktioniert die Strategie unter den veränderten Marktbedingungen nicht mehr und Sie realisieren Verluste statt Gewinne.

 

Marktbeeinflussung

Im globalen Devisenmarkt ist eine Beeinflussung des Marktes fast nicht möglich, einfach aufgrund der riesigen gehandelten Volumen. Was aber, wenn wie im Fall von NMarijus plötzlich 2500 Personen zeitgleich genau dieselbe Transaktion durchführen? Wir können diese Frage nicht sicher beantworten. Aber wenn bei den kopierenden Tradern solche mit viel Kapital vorhanden sind, dann wird ein Order von NMarijus in Sekunden (oder Bruchteilen davon) um den Faktor 10‘000 oder mehr aufgebläht. Eine Beeinflussung des Marktes kann man jedenfalls nicht per se ausschliessen.

 

 

Was tun? Sollen Sie den Copytrader von eToro lieber nicht nutzen? Unsere Tipps

Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass der Copytrader funktionieren kann und dass eToro hier wirklich eine bahnbrechende Innovation lanciert hat. Allerdings empfehlen wir folgendes:

 

Achten Sie darauf, wen Sie kopieren

Legen Sie grössten Wert in die Analyse, wem Sie Ihr Geld anvertrauen wollen. Heftige Schwankungen im Chart zeigen, dass hier ein Trader zu viel seines Kapitals auf einzelne Trades einsetzt. Das kann über eine gewisse Zeit gut gehen, birgt aber das Risiko, dass irgendwann ein Grossteil des Kapitals mit einem Trade verloren geht. Zudem sollte der Trader über längere Zeit erfolgreich gewesen sein.

 

Guru Finder – Nutzen Sie die erweiterten Sucheinstellungen

Dazu ist der Guru Finder im Copytrader sehr hilfreich. Sie können hier verschiedene Filter bei der Suche nach erfolgreichen Tradern verwenden:

Average Position: Dies zeigt die durchschnittliche Grösse einer Position im Verhältnis zum verfügbaren Kapital an. Wie Sie vielleicht von den Regeln des Money Managements wissen, sollten maximal 1 bis 5% des Vermögens in einem Trade riskiert werden. Die Voreinstellung von eToro bei 50% ist dabei viel zu hoch. Setzen Sie den Filter auf 10% oder tiefer, um wenig riskant agierende Händlern zu finden.

Leverage: Dieser Prozentsatz gibt nicht den Leverage selbst an, sondern wie häufig der Trader Positionen eingeht, bei dem er einen Leverage von 100 oder höher verwendet. Dies ist ein weiteres Mass für das Risiko.

Weekly Drawdown: Dieser Wert zeigt an, wie hoch der höchste gemessene Verlust innerhalb einer Woche über den beobachteten Zeitraum war. Auch hier gilt: Je geringer der Wert, desto geringer das Risiko (und auch desto geringer die Gewinnchancen).

Winnings Weeks: Hier sehen Sie, in wie vielen Prozent der Wochen ein Trader Gewinn gemacht hat. Wenn ein Trader in 20 von 25 Wochen Gewinn gemacht hat, dann beträgt sein Wert 80%.

Win Ratio: Das ist die Anzahl Trades mit Gewinn durch die gesamte Anzahl Trades. Ein Händler, der in 70 von 100 Trades einen Gewinn erzielt hat, hat ein Win Ratio von 70%.

Gain: Das ist der Gewinn (inklusive nicht realisierter Gewinne oder Verluste) in Prozent gerechnet

Min. Trades: Hier können Sie nach Tradern suchen, die eine Mindestanzahl an Trades durchgeführt haben in der Zeitperiode. Je höher die Anzahl Trades, desto aussagekräftiger sind die analysierten Werte.

Avg. Trade Duration: Hier können Sie einstellen, wie lange die durchschnittliche Haltezeit mindestens sein soll. Die Skala reicht von einer Stunde bis 30 Tage

Exposure: Hier können Sie frei danach suchen, wie viel Prozent seines Vermögens ein Trader durchschnittlich einsetzt, beispielsweise 30% bis 70%. Wenn ein Trader jeweils nur 5% seines Kapitals einsetzt, dann können Sie vermuten, dass auch nur maximal 5% des alloziierten Vermögens verloren gehen kann und andererseits die Gewinnaussichten im Verhältnis zum Kapital gering sind. Wichtiger erscheint uns hier der erste Wert im Guru Finder, die „Average Position“.

 

Portfolio und Historie

Zusätzlich sollten Sie einen Blick auf das Portfolio und auf die Trading Historie werfen. Im Portfolio sehen Sie übersichtlich dargestellt, welche Arten von Trades die Person durchführt, aufgeteilt in Devisen, Rohstoffe und Indizes. In der Historie sehen Sie konkret die letzten 100 ausgeführten Trades.

Wichtig: In der Historie sehen Sie auch, ob die Person selbst Trades von anderen Leuten kopiert. Das müssen Sie bei Ihrem Risikomanagement berücksichtigen. Ihr Risiko ist höher, wenn Sie Personen folgen, die ihrerseits Personen folgen, deren Trades Sie schon direkt kopieren.

 

Fazit zum eToro Copytrader

Der Copytrader von eToro ist ein Sprung in eine andere Welt des Handels. Dank der Transparenz können Sie erfolgreiche Trader suchen und deren Handlungen ohne Aufwand automatisch kopieren. Wir haben Ihnen gezeigt, dass es dennoch nicht einfach ist, damit Gewinn zu erzielen. Wichtig ist, dass Sie genügend Zeit in die Auswahl von geeigneten zu kopierenden Tradern investieren und diese auch regelmässig überprüfen.

Auf alle Fälle sollten Sie sich diese neuen Möglichkeiten selbst näher anschauen. Mit einem kostenlosen Openbook Demokonto können Sie mit fiktiven 10‘000$ ohne Risiko bei eToro handeln.

Eröffnen Sie gleich ein kostenloses Demokonto, um den Copytrader selbst zu testen

 
Und was sind Ihre Erfahrungen mit dem Copytrader? Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung dazu:





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Das Hauptziel des Handels mit Devisen ist Gewinne zu generieren. Insgesamt müssen dafür äußere Einflussgrößen der Währungen wie das gesamtwirtschaftliche Umfeld, Nachrichten und die Kursverläufe analysiert werden. Daneben bedarf es einem eigenen Handelsplan, der das Spekulationskapital, die emotionale Stärke und das Handlungsspektrum des FX Traders widerspiegelt. Mit dem Handelsplan werden Tradingziele festgelegt, und zwar in jeglicher Reaktions- und Zeitform. Zu überlegen ist dabei, wie gehandelt wird, wenn der Trade entsprechend der Erwartungen oder entgegen der Erwartungen verläuft. Die Handlungsweisen richten sich dementsprechend an fallende, steigende oder gleichbleibende Kurse.

Auf dem Weg zu einem erfolgreichen Trade muss der Forex Händler mehrere Schritte vollziehen und beachten.

 

Forex Analysen

Aus den Erkenntnissen der technischen und fundamentalen Analyse bildet sich ein Bild des Währungswertes ab, dessen Schlussfolgerungen folglich in den Handelsplan integriert werden. Entscheidend ist dennoch, wie der Forex Trader mit diesen Feststellungen handelt. Die Spekulation mit Devisen gestaltet sich dahingegen problematisch, dass die zu nutzenden Analysen meistens die Vergangenheit der Währungsverläufe aufzeigen.

Die Fundamentalanalyse reflektiert zwar die derzeitige Über- oder Unterbewertung eines Wertes, also den aktuellen Marktpreis, dennoch kann sie keine sichere Einschätzung über die zukünftige Entwicklung einer Währung geben. Weiterhin untersucht die Fundamentalanalyse makroökonomische Indikatoren und ist geprägt durch politische Entscheidungen. Die Fundamentaldaten können somit kurzfristig einen Kursverlauf beeinflussen. Einen starken Effekt auf den Devisenmarkt zeigen die Daten beispielsweise, wenn Zentralbanken ihre spezifischen Währungen durch Interventionen unterstützen. Auch durch die Herausgabe von Daten wie Wachstum, Bruttoinlandsprodukt, Zinssätze, Arbeitslosigkeit und Produktivität eines Landes können sich die Kursverläufe deutlich absetzen. Beobachtet der Forex Trader dementsprechend die Fundamentaldaten, kann er Hinweise für die Entwicklung des gewählten Währungspaares ablesen und dadurch Signale erkennen. Ähnlich wirken Nachrichten, die wirtschaftspolitische Relevanz zeigen. Werden Kriege, Naturkatastrophen oder ähnliche Schlagzeilen veröffentlicht, wirkt sich das auf den Devisenhandel aus.

 

Mithilfe der Werkzeuge der technischen Analyse kann der Trader das Gesamtbild einer Währung näher bestimmen und dadurch sein Timing beim Handeln optimieren. Der Forex Trader ermittelt über das Chartbild, welchen Trend die gewählte Währung verfolgt. Um den übergeordneten Trend zu identifizieren, vergleicht der Händler die Monats-, Wochen- und Tagescharts. Dabei kann herausgefunden werden, wo die Unterstützungs- und Widerstandslinien verlaufen, als auch welche Chartformation vorliegt. Über die Indikatoren und Oszillatoren gewinnt der Forex Trader Erkenntnisse, ob der Kurs weiterhin im Trendverlauf bleibt oder ob es einen Trendwechsel gibt. Auch über Divergenzen und die Entwicklung des Volumens sind Signale erkennbar. Auf diese Signale sollte der Forex Händler warten und den Kurs genau beobachten.

Indessen führt nur die Kombination der unterschiedlichen Werkzeuge im richtigen Verhältnis zu einem zuverlässigen Ergebnis.

 

Faktor Zeit

Der FX Trader sollte seine Handlungen in verschiedenen zeitlichen Dimensionen theoretisch durchdenken. Die Zeitspanne der Handlung als auch der Zeitpunkt für den Ein-und Ausstieg bilden dabei die zentralen Größen zur Orientierung. Der Händler sollte nur dann in den Markt investieren, wenn sich ein eindeutiger Trend zeigt und der Markt Signale generiert, um einen Trade erfolgreich durchzuführen.

Außerdem definiert der Forex Trader die Länge seiner Handlungen, indem er seinen Trading-Stil festlegt. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Langzeit- und Kurzzeittrading. Je nachdem, welcher Stil gewählt wird, muss die jeweilige Margin-Anforderung erfüllt werden. Dies ist also ebenso eine Frage der einsetzbaren Kapitalgröße.

Die Länge der Handlungen wird gleichfalls durch das Erreichen der festgelegten Tradingziele begrenzt. Der Forex Händler legt, noch vor dem Trade, die erwartete Lotzahl für das gewählte Währungspaar über das Kursziel fest und muss dabei auch das Risiko des Trades beachten. Hierbei wird dementsprechend offensichtlicher, wann das Tradingziel erreicht ist.

 

Chance-Risiko-Kalkulation

Um genau zu kalkulieren, ob sich ein Handel lohnt, bezieht der Forex Trader seine bisherige Trefferquote in die Beurteilung ein. Die Trefferrate zeigt den Anteil von gewinnbringenden Trades gegenüber allen vollzogenen Handlungen an. Bei einer hohen Trefferquote genügt ein geringes Chance-Risiko-Verhältnis, um das gesamte Kapital zu schützen. Liegt die Trefferzahl eines Forex Traders bei fünfzig Prozent, so liegt das Chance-Risiko-Verhältnis bei eins. Das Ziel als auch der Stopp liegen dabei in gleicher Entfernung vom aktuellen Kurs, wodurch das Kapital auf dem Ausgangsniveau bleibt. Das Ziel eines FX Traders ist jedoch nicht nur das Kapital zu erhalten, sondern es zu vervielfachen. Dies ist mit einem Chance-Risiko-Verhältnis von zwei möglich. Wenn das Kursziel bei zwanzig Prozent liegt, sollte der Stopp bei zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs positioniert werden. In diesem Fall wird das Kapital sukzessiv steigen. Entsprechend versucht der FX Trader seine Trefferquote zu verbessern.

 

Risiko-Money-Management

Als weiterer Punkt des Trading Plans sollten die eigenen Finanzen beurteilt werden. Ein adäquates Risiko-Money-Management drückt sich in der Weise aus, dass das eingesetzte Kapital erhalten bleibt, als auch die möglichen Verluste begrenzt werden. Deshalb sollte in die Strategieplanung auch das Setzen von Stopps inbegriffen sein. Einerseits können so Verluste minimiert werden, andererseits können über sogenannte dynamische Trailing Stopps Gewinne maximal ausgeschöpft und erhalten werden.

Geschaffene Defizite gering zu halten ist wichtig, da es mit zunehmenden Einbußen immer schwieriger wird, die Verluste auszugleichen. Bei einem fünfzig prozentigen Kapitalverlust sind hundert Prozent Kursgewinne nötig, um das ursprüngliche Startkapital wieder zu erwirtschaften. Daher ist es unerlässlich, noch vor dem Trade zu entscheiden, wie viel des verfügbaren Kapitals investiert werden soll und wie hoch die Verluste sein dürfen.

 

Lerneffekt

Die theoretischen Grundlagenkenntnisse müssen mit praktischen Erfahrungen gefüllt werden. Während des tatsächlichen Handelns mit Devisen können deswegen verschiedene Methoden erprobt und dann die Bestfunktionierenden beibehalten als auch erweitert werden. In einen Trading Plan sollten diese Erfahrungen einfließen. Damit die eigenen Handlungen analysierbar sind, ist ein Tradingjournal ein hilfreiches Werkzeug. Hierin kann der Forex Trader täglich dokumentieren, welche Tradingmethoden welche Erfolge hatten und anhand dessen eine Fehleranalyse vollziehen. Aus den gemachten Fehlern kann der Trader lernen und somit künftig Geldverluste vermeiden. Oft werden Tradingverluste auch als Lerngeld angesehen. Andererseits erklärt der FX Trader mittels des Tradingjournals auch seine Tradingziele. Diese diktierende Weise kann dem Forex Händler helfen, diszipliniert seine Ziele durchzusetzen und das Risiko-Chance-Verhältnis zu verbessern.

 

Ein erfolgreicher FX Trader verfügt dementsprechend nicht nur über reichlich Wissen, sondern kann dieses Wissen ebenso in sein Handeln integrieren. Einerseits spielt dabei das komplexe Denkvermögen des Traders eine Rolle, andererseits hilft die emotionale Stärke, um kontrolliert zu traden. Als Basis dafür dient der Handelsplan, der verschiedene Kontrollmechanismen beinhaltet.

 





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Scalping ist eine Forex Methode, die durch geringe Kursziele und niedrige Stopp Loss Marken gekennzeichnet ist. Der Forex Trader handelt bei der Scalping Strategie innerhalb kurzer Zeit mit vielen Positionen, die kleine Gewinne erzielen. Die Gewinnspanne umfasst beim Scalping nur wenige Pips. Während einer starken Bewegung können auch zehn, zwanzig Pips erreicht werden. Aufgrund der Vielzahl der gehandelten Posten ist das Forex Scalping dennoch eine profitorientierte und effektive Tradingtechnik.

 

Marktbewegungen nutzen

Da der FX Trader beim Scalping relativ niedrige Kursziele anvisiert und damit kleine Gewinne beabsichtigt, kann der Trader in fast jeden Markt investieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Devisenkurs in einem bullishen oder bearishen Trend befindet. Der Forex Händler versucht lediglich, möglichst viele kleine Marktbewegungen für seine Technik zu nutzen.

Entsprechend ihrer Tradingstrategie treten die FX Händler in ruhige aber auch in volatile Märkte ein. In den bewegungsschwachen Märkten können Scalping Trader bedachtsam vorgehen. Viele Scalper orientieren sich währenddessen an Chartformationen wie Dreiecken oder Flaggen, um die Positionierung ihrer Aufträge zu bestimmen und auf die jeweilige Bewegung angemessen zu reagieren. Andere Trader wiederum präferieren bewegungsintensive, volatile Devisenmärkte. Zeitweise lösen marktrelevante Informationen oder Veröffentlichungen und Nachrichten solche starken Schwankungen aus. Scalper nutzen in dieser Zeit die schnellen, kurzzeitigen Bewegungen, um aktiv mehrere Handelsposten zu öffnen und zu schließen und können somit auf ein rentables Ergebnis spekulieren.

 

Zeitspanne beachten

Beim Scalping halten FX Trader ihre Handelsaufträge zwischen drei bis fünf Minuten aktiv im Markt. Dementsprechend eröffnet der Forex Händler kurzfristig eine Position und nach Erreichen weniger Pips, schließt er sie sogleich. In volatilen Marktsituationen lassen Trader ihre Order durchaus länger arbeiten und erwarten somit höhere Gewinne. Allerdings beruht diese risikoreichere Handelsstrategie auf langjähriger, intensiver Arbeit und Erfahrung mit dem Devisenmarkt. Die meisten Forex Trader sichern ihre Positionen jedoch mit einem knappen Stopp Loss ab.

 

Positionsgröße definieren

Die Strategie des Scalpings basiert auf dem Prinzip, dass die geringen, doch vielzähligen Gewinne die einzelnen Verlustgeschäfte aufheben. Erfolgreiche Forex Scalper benutzen deshalb stets die gleichen Positionsgrößen. Unterschiedlich hohe Aufträge bergen hingegen ein hohes Risiko. Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit führen divergierende Positionsgrößen über kurz oder lang zu einem schweren Verlustgeschäft.

Welche Positionsgröße für einen Scalping Trade als sinnvoll erachtet wird, hängt vom Handelsplan des Forex Traders ab. Innerhalb des Tradingplans definiert der Händler alle markanten Faktoren und Handlungsweisen, die ihn zu einem erfolgreichen Ergebnis führen. Hauptsächlich trägt jedoch das Chance Risiko Verhältnis des FX Traders zur Bestimmung der Positionsgröße bei. Die Trader mit einem hohen Chance Risiko Verhältnis, jedenfalls über zwei, verwenden größere Posten als diejenigen mit einem niedrigem CRV. Aber auch wenn die Trefferquote gering ausfällt, kann der Forex Trader über die Handelsfrequenz den durchschnittlichen Gewinn aufwerten. Für Scalper gilt zumeist der Leitgedanke, dass so viele Handelspositionen wie möglich positiv geschlossen werden, wenn auch in geringer Höhe.

 

Psychologie des Scalpings

Angesichts der hohen Handelsfrequenz stellt die Tradingtechnik des Scalpings eine ernst zu nehmende Herausforderung dar. Die vielen Aufträge, die zeitnah geöffnet und geschlossen werden, bedeuten für den FX Trader häufig schnelle Entscheidungskraft, Anspannung und Stress. Deshalb erfordert das Scalping eine hohe Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit des Forex Traders. Um dem psychologischen Druck während des Tradings entgegenzuwirken, ist es unabdingbar, dass sich der FX Trader im Vorfeld gut vorbereitet. Dies kann durch die Ausarbeitung eines Handelsplans erfolgen, der den Rahmen aller Aktivitäten des Traders vorgibt.

Die Idee, aus kleinen, kontinuierlichen Gewinnmitnahmen das Kapital langsam anwachsen zu lassen, bedeutet gleichfalls ein niedrigeres Risiko gegenüber Spekulationen mit höheren Gewinnchancen. Doch benötigt der Forex Trader für ein sukzessives Vorgehen ein hohes Maß an Ausdauer und Sorgfältigkeit. Auch hierbei wirkt ein selbst aufgestellter Tradingplan positiv auf die Handelsfähigkeiten eines FX Traders. Anhand des faktisch aufgebauten Handelsplans erkennt der Forex Scalper die erzielten Fortschritte und kann sich vor allem an der erbrachten Rendite orientieren.

 

Forex Scalping in der Anwendung

Der Forex Trader verwendet für die Scalping Technik Währungspaare, deren Volatilität im Tagesverlauf hoch ist und deren Spread Kosten möglichst niedrig sind. Empfehlenswert sind dabei die Devisenpaare EUR/JPY, USD/JPY, GBP/USD und EUR/USD. Auf der Handelsplattform stellt der FX Trader ein möglichst kleines Zeitfenster, etwa das Eine-Minuten-Chartbild, ein. Über die Fünf- oder Fünfzehn-Minuten-Chartbilder schafft sich der FX Scalper einen Überblick der Marktbewegungen. Als weitere Ausgangsbasis zum Scalping beachtet der Forex Trader die optimale Tradingzeit. Dafür sind die verschiedenen Öffnungszeiten der europäischen, amerikanischen und asiatischen Börsen entscheidend. An den Schnittstellen der Eröffnungszeiten können die Kurse relativ volatil sein und bieten somit gute Einstiegspunkte für Scalper.

Nachdem der FX Trader alle Voraussetzungen geklärt hat, ist es sinnvoll die Marktaktivitäten für einige Minuten zu beobachten. Erkennt der Forex Scalper währenddessen einen kurzzeitigen Trend, tritt er in den Markt ein. Dafür platziert der Forex Trader eine dem Trend entsprechende Order, dessen Stopp Loss Marke etwa zehn Pips entfernt gezogen wird. Das Einsetzen einer Take Profit Marke ist beim Scalping nicht angemessen. Die Profitlinie beziffert mindestens das ein- oder anderthalbfache der Spreads und beträgt somit nur zwei bis fünf Pips, was einen sehr engen Abstand zum Auftrag darstellt. Aus diesem Grund schließen viele Scalper unter ständiger Beobachtung der weiteren Kursentwicklung ihre Positionen manuell.

 

Scalping mit Forex Signalen

Wie bei anderen Tradingstrategien auch erschließt die Verknüpfung der einfachen Methode mit technischen Hilfsmitteln und Signalen dem Forex Trader weitere Handelsoptionen. Vor allem gestaltet der FX Trader seine Scalping Technik, durch die Verwendung von Oszillatoren und Indikatoren, sicherer und generiert dadurch höhere Gewinne.

 

Scalping in Kombination mit dem RSI-Oszillator

Divergenzen zwischen dem Kursverlauf und dem RSI Oszillator generieren sichere Kauf- als auch Verkaufssignale. Der Forex Scalper beobachtet deshalb die Extremzonen des RSI, die bei dreißig und siebzig festgelegt sind. Ein Kaufsignal wird ausgelöst, wenn der Oszillator die dreißiger Linie von unten nach oben durchkreuzt. Überkaufte Kurse zeichnen sich dadurch ab, dass der RSI den oberen Extrembereich verlässt und die siebziger Linie nach unten schneidet. Dem Forex Trader wird dadurch ein Verkaufssignal gegeben. Sobald die Extremzonen durchschnitten werden, kann der FX Händler seine Positionen einstellen. Die Take Profit Marke kann unter Verwendung des RSI zwischen vier und zehn Pips betragen.

Fortgeschrittene Trader können dabei extreme Kursspitzen als auch Korrekturen herausfiltern und diese mit einem höheren Gewinnertrag scalpen. Trading Anfänger hingegen sollten diese extremen Bewegungen abwarten und ihre Position entsprechend der nachfolgenden kurzfristigen Trendrichtung anlegen.

 

Scalping in Kombination mit den Bollinger Bändern

Bollinger Bänder sind Trendfolgeindikatoren, die anzeigen, ob ein Währungspaar im Trend bleibt oder aus dem Trend ausbricht. Dabei fungieren die Bollinger Bänder als Unterstützungs- und Widerstandslinien, in dessen Innerem fünfundsiebzig Prozent aller Währungspaare verlaufen. Anhand der Breite der Bänder erkennt der Forex Trader, wie volatil der Markt ist. Breite Bänder sprechen für eine hohe Volatilität, engere Bänder hingegen lassen eine niedrige Volatilität vermuten. Je enger die Bänder werden, desto wahrscheinlicher ist ein nahender Ausbruch des Währungspaares.

Wenn das untere Bollinger Band nach oben ansteigt, wird ein Kaufsignal generiert. Sobald das mittlere Bollinger Band erreicht ist, kann der Forex Scalper seine Kaufposition einstellen. Der Stopp Loss legt der FX Trader entweder am unteren Band fest oder berechnet fünfzehn Pips von der Kauforder ausgehend. Die Take Profit Marke definiert der Forex Händler am oberen Bollinger Band. Im umgekehrten Sinn gilt das gleiche Handelsverhalten für eine Verkaufsposition.

Scalping ist insbesondere für erfahrene Trader eine gewinnbringende und langfristige Investitionsmöglichkeit. Um die Technik des Forex Scalpings erfolgreich zu beherrschen, benötigt der Forex Trader weniger die Fundamentalanalysen als eine präzise und schnelle Entscheidungsfähigkeit.

Tipp: 4XP ist ein guter FX Broker, der Scalping erlaubt und tiefe Spreads ab 0.3 Pips anbietet: www.4xp.com/de

 





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In jeder Trendphase gibt es Konsolidierungsphasen, ohne dass es zu einem Wechsel des Primärtrends kommt. Bei einem stabilen Trend führen Konsolidierungen indessen zu einem Kraftanlauf, der den Trend nur bestätigt. Während eines Aufwärtstrends verlaufen die Korrekturen abwärts, im Abwärtstrend hingegen aufwärts. Häufig verlaufen die Korrekturbewegungen jedoch auch seitwärts. Je schwächer die Korrektur, desto waagerechter verläuft der Kurs im Chartbild und umso trendbestätigender ist die Formation. Sind die Korrekturen jedoch stärker, kann es zu einer Top-Bildung kommen. Um eine Trendfortsetzung in einem Aufwärtstrend zu bewirken, muss das nächste Hoch zwingend über dem davor liegenden Hoch liegen. In einem Abwärtstrend muss das weitere Tief dementsprechend tiefer als das vorausgehende liegen. Der dabei aufgewendete Zeitrahmen ist für trendbestätigende Formationen kürzer als für Umkehrformationen, das heißt, statt etlicher Monate benötigen die Formationen nur mehrere Wochen um sich zu entwickeln.

Der Trader muss währenddessen die Entwicklung des Volumens gut beobachten. Nach der Regel „Volume goes with the trend“ sollte das Volumina während des Korrekturverlaufs abnehmen, was einen geringeren Verkaufsdruck bedeutet. Dadurch kann der Trend fortgesetzt werden. Sind allerdings höhere Umsätze in den Konsolidierungsphasen zu verzeichnen, sollte dies als Warnsignal angesehen werden. Als Trendfortsetzungsformationen leicht zu erkennen sind Formationen, die eine geringe Volatilität aufweisen, wodurch das Chartbild, statt in die Höhe zu gehen, in die Breite wächst.

 

Die Flagge als Trendfortsetzungsformation

Die Flagge ist die am häufigsten auftretende Trendfortsetzungsformation. Dabei bildet sich im übergeordneten Aufwärtstrend ein kurzfristiger Abwärtskanal, der Bullenflagge genannt wird. Im Abwärtstrend entsteht dementsprechend eine Bärenflagge. Die aktiven Anleger können bei einer Flaggenformation vordergründig Gewinne realisieren, um zu einem späteren Zeitpunkt zu einem günstigeren Kurs wieder einzusteigen. Die Flaggenformation besteht aus mindestens zwei Korrekturbewegungen, bei denen jedes Zwischentief unterhalb des Letzten liegt. Gleichermaßen liegt jedes Hoch unterhalb des letzten Hochstands. Die Winkel der gesamten Formation helfen zusätzlich, um den übergeordneten Trend zu beurteilen. Flach verlaufende Korrekturen bestätigen den Trend, wohingegen steile Flaggen aufgrund der hohen Kursverluste den bestehenden Trend eher infrage stellen. Der durch die Flagge verursachte kurzfristig neue Trend wirkt dabei als Handelssignal. Sobald der Kurs die Bullenflagge nach oben durchbricht, ergibt sich ein pro-zyklisches Kaufsignal, das einen optimalen Einstiegspunkt darstellt.

Während der Entwicklung zur Flaggenformation nehmen die Umsätze deutlich und stetig ab.

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs steigen die Volumina wieder an. Je höher das Volumen dabei ist, desto trendbestätigender ist die Formation. Fallen die Umsätze allerdings geringer aus, besteht die Gefahr, dass sich die Konsolidierung fortsetzt. Die Bezeichnung dafür ist Bullen- oder Bärenfalle.

 

Der Wimpel als Trendfortsetzungsformation

Die Formation der Wimpel tritt nach scharfen, deutlichen Kursbewegungen und meist in starken Trendmärkten als Teil einer Kursrallye auf. Der Aufbau der Wimpelformation dauert zwischen einer bis drei Wochen und ist gekennzeichnet durch zwei aufeinander zulaufende Trendlinien. Die Umsätze nehmen während der Formation deutlich ab bis hin zum Austrocknen des Kursvolumens. Während des Ausbruchs zieht das Volumen wieder an. Das pro-zyklische Kaufsignal, welches beim Ausbruch generiert wird, kann für Trader sehr lukrativ sein, da die Formation in etwa der Hälfte der Trendbewegung auftritt. Um das Kursziel genauer zu bestimmen, wird der vertikale Abstand der vorangegangenen Kursrallye an den Ausbruchspunkt des Wimpels gelegt.

 

Der Keil als Trendfortsetzungsformation

Der Keil ähnelt im Chartbild in Bezug auf Form und Zeitdauer der Flaggenformation und wird von zwei konvergierenden Linien, die gegen den übergeordneten Trend gerichtet sind, begrenzt. Weil die Impulse gegen die Trendrichtung im Formationsverlauf abnehmen, entsteht die spitz zulaufende Form. Aufgrund dieser abnehmenden Wirkung gilt die Formation als trendbestätigend. Günstige Einstiegspunkte ergeben sich für den Trader beim Ausbruch aus dem Keil in Trendrichtung.

 

Das Rechteck als Trendfortsetzungsformation

Markant für die rechteckige Trendfortsetzungsformation ist die seitwärts gerichtete Konsolidierung. Der obere Rand der Formation ist mit der Widerstandslinie, der untere Rand mit der Unterstützungslinie gleichzusetzen. Die Zwischenhochs und -tiefs liegen bei der Formation auf dem gleichen horizontalen Kursniveau. Dabei bedarf es mindestens zweier Zwischenhoch- oder -tiefpunkte. Die Umsätze nehmen während der Ausbildung zum Rechteck stetig ab. Es ist durchaus möglich, dass sich der Zeitraum für die vollständige Entwicklung der Formation hinzieht. Allerdings ist dies positiv zu betrachten, da breite Konsolidierungsformationen ein entsprechend höheres Potenzial bieten. Nachdem Ausbruch ist ein pro-zyklischer Einstieg als sicher einzuschätzen. Um das Minimalkursziel zu ermitteln, liefert die Höhe der Formation einen guten Anhaltspunkt.

 

Dreiecke als Trendfortsetzungsformationen

Symmetrische Dreiecksformationen

Die Dreiecksformationen treten in etablierten und reifen Trendphasen auf und sind hochgradig trendbestätigend. Im Aufwärtstrend treten für die Formation charakteristisch immer tiefere Hochpunkte als auch höhere Verlaufstiefs auf. In der Regel dauert die Ausbildung der Formation mehrere Wochen. Die zwei aufeinander zulaufenden Begrenzungslinien müssen dabei mindestens fünfmal berührt werden. Ab dem zweiten Drittel der Formation steigt die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs, solange das Volumen sinkt und die Volatilität abnimmt. Denn das stetige Sinken dieser Größen weist auf einen geringen Verkaufsdruck im Aufwärtstrend hin. Die weitere Bewegung nach dem Ausbruch ist sehr dynamisch und mit hohem Volumen verbunden. Ein pro-zyklischer Einstieg kann an dieser Stelle sehr lohnenswert sein. Für die Bestimmung des Kursziels wird der Abstand der Verlaufsbewegung an der Ausbruchsmarke projiziert.

An- und absteigende Dreiecksformationen

Bei dem ansteigenden Dreieck liegen die Hochpunkte auf einem horizontalen Niveau, während die Tiefpunkte entsprechend fortwährend ansteigen. Die für den Anstieg verantwortlichen Händler sind Käufer, die aggressiver agieren als die Verkäufer. Deshalb wird diese Dreiecksformation auch als bullishes Dreieck bezeichnet. Die Ausbrüche, die nach der abgeschlossenen Formation stattfinden, werden von ansteigenden Umsätzen begleitet. Nichtsdestotrotz können die Kurse zu der Ausbruchsmarke zurückkehren, was relativ häufig vorkommt. Um das etwaige Kursziel zu identifizieren, misst der Trader den weitesten Abstand innerhalb der Dreiecksformation und projiziert diesen an den Ausbruchspunkt.

Das absteigende Dreieck ist dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefpunkte auf dem gleichen Niveau liegen, wohingegen die Hochpunkte sukzessiv fallen. Während dieser Formation sind mehr Verkäufer aktiv und verursachen einen Verkaufsdruck. Demzufolge wird diese Dreiecksformation als bearish eingestuft. Die Formation ist vollständig und bestätigt folglich eine Trendfortsetzung, wenn der Kurs die untere Unterstützungslinie durchbricht. Das Volumen nimmt während der Korrektur ab. Das Kursziel lässt sich gleichermaßen wie beim ansteigenden Dreieck erkennen.

 





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Trendwendeformationen werden auch als Umkehrformationen bezeichnet und bilden sich aus, wenn ein Trend in seiner Folge bricht. Während eines Trendverlaufs treten zwischenzeitliche Konsolidierungsphasen auf, deren Formationen auf die Bestätigung oder Umkehr des Trends deuten. Allerdings sind zu Beginn der Korrekturbewegung nur schwache Aussagen über den weiteren Verlauf möglich. Deshalb muss der Forex Trader die vollständige Formationsausbildung abwarten, um die Entwicklung besser einschätzen zu können. Sobald die Formation abgeschlossen ist und ein Ausbruch erfolgt, werden Handelssignale generiert, auf die der Trader entsprechend reagieren kann.

Der Forex Händler erkennt an verschiedenen Richtlinien, ob sich ein Trend ändert. Dazu gehört in erster Linie, dass das Prinzip „Volume goes with the trend“ nicht mehr funktioniert. Außerdem werden Divergenzen bei den technischen Indikatoren sichtbar. Des Weiteren erreicht der Kurs weder das vorhergehende Hoch noch die Trendkanallinie, was daraufhin deutet, dass der Trend schwächer wird. Ein weiteres Signal für eine Trendwende ist die hier besprochene Ausbildung der Umkehrformation. Im Weiteren werden die wichtigsten Trendwendeformationen erklärt.
 

Schulter-Kopf-Schulter Formation

Die Schulter-Kopf-Schulter Formation zählt zu den wichtigsten und zugleich häufigsten Trendwendeformationen. Die SKS-Formation hat eine zuverlässige Signalgebung mit einer hohen Trefferquote und ist für den Forex Trader einfach zu erkennen. Die Formation tritt am Ende eines Aufwärtstrends oder in gespiegelter Variante als Umkehrbewegung in Abwärtstrends als inverse SKS-Formation auf. Charakteristisch für die Formation ist die Ausbildung eines Hochs in der Mitte, das den Kopf symbolisiert, wobei die davon links und rechts gelegenen Hochs tiefer liegen und als Schultern bezeichnet werden.

Eine besondere Beachtung sollte auf die Volumenentwicklung bei dem Formationsaufbau gelegt werden. Während sich die erste Schulter, also das erste Hoch, ausbildet, steigt das Volumen des Basiswertes an. Daraufhin folgt ein Zwischentief als Korrekturbewegung. Im Anschluss formiert sich in einer Aufwärtsbewegung der Kopf, wobei hier das Volumen geringer ausfällt als bei der vorangegangenen Schulterformation. Sobald das Volumen abnimmt, während der Kopf ausgebildet wird, deutet dies auf eine Trendwende hin. Schließlich folgt eine weitere Korrekturbewegung, in der sich der Kurs dem ersten Zwischentief annähert. Bei geringem Volumen steigt an dieser Stelle der Kurs wieder an, bildet somit die zweite Schulter aus, erreicht allerdings nicht das Niveau des Kopfes.

Verbindet der Trader die beiden Tiefpunkte der Zwischenkorrekturen miteinander, so erhält er die sogenannte Nackenlinie. Durchbricht der Kurs diese Nackenlinie nach unten, weist dies auf ein Verkaufssignal hin und leitet demgemäß die Trendwende ein. Trotz eines möglichen Pullbacks zum Ausbruchspunkt entwickelt sich der Kurs dann üblicherweise gegenläufig. Indem der Trader den vertikalen Abstand zwischen Nackenlinie und dem Kopf ermittelt, diesen am Ausbruchspunkt nach unten projiziert, kann das Kursziel näher bestimmt werden.
 

Doppeltop/ Doppelboden Formation

Für die Formation kennzeichnend sind zwei markante Spitzen, die das gleiche Kursniveau erreichen. Sie treten am Ende eines Aufwärtstrends als Doppeltop oder am Ende eines Abwärtstrends als Doppelboden auf. Aufgrund ihrer bildhaften Ähnlichkeit können sie auch als M- oder W-Formation bezeichnet werden.

Bei einer derartigen Formation geht ein Aufwärtstrend voraus. Während sich dann das erste Zwischenhoch abbildet, steigt ebenso das Volumen. Im Anschluss folgt ein Zwischentief als Korrekturbewegung. Danach erfolgt ein weiterer Anstieg des Kurses zum zweiten Top, wobei die Widerstandsmarke vom ersten Hoch kaum überschritten wird. Das Volumen ist dabei geringer als beim ersten Topanstieg. Der Trader erkennt eine Bestätigung der Formation, wenn der Kurs anschließend unter das Korrekturtief fällt. Während dieses Kursverlaufs steigt das Volumen wieder an und deutet ein Verkaufssignal an.

Allerdings ist bis zur vollständigen Ausbildung der Formation Vorsicht geboten. Denn bis zum Ausbruch ist kaum erkennbar, ob es sich nicht um ein trendbestätigendes Rechteck handelt. Die späte vollständige Bestätigung als Umkehrformation ist außerdem unter Zuhilfenahme von Trendlinien, Volumenentwicklung und weiteren Indikatoren, abzuwarten. Der Trader muss also ständig das Volumen beobachten. Steigen die Umsätze an, weist dies auf einen erhöhten Verkaufsdruck an. Durchbricht der Kurs überdies die Unterstützung bei dem Korrekturtief, ist eine Trendwende bestätigt. Die möglichen Kursziele lassen sich über den vertikalen Abstand zwischen den Hoch- und Tiefstpunkten ermitteln. Der Abstand wird am Ausbruchspunkt negativ projiziert und somit das Minimumkursziel lokalisiert.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Trendwendeformation ist die zeitliche Ausdehnung. Je kürzer die Formation für seine vollständige Entwicklung benötigt, desto geringer ist das Umkehrpotenzial. Primärtrends werden also durch kleine Korrekturformationen nicht umgekehrt.
 

Untertasse Formation

Die Untertassen Formation, auch „Rounding Top“ genannt, tritt am Ende eines Abwärtstrends auf. Sie verspricht über einen langen Zeitraum einen langsamen Wechsel im Trend. Bildlich gesehen hat die Formation die Gestalt einer auf dem Tisch stehenden Tasse, die auf der rechten Seite einen Henkel hat. Das Volumen zeigt sich im Chart ebenfalls in Tassenform, nimmt allerdings in Richtung des neuen Trends zu. Das mögliche Kursziel wird über die Widerstandslinien bestimmt.
 

V–Formation

V-Formationen treten in stark überhitzten oder stark ausverkauften Märkten auf. Die Formation besteht aus nur einem Hoch- oder Tiefpunkt am Ende eines lang anhaltenden Auf- oder Abwärtstrends. Im Gegensatz zu anderen Formationen erscheint dieser Extrempunkt plötzlich und schlagartig. Obwohl die Formation keiner Entwicklung bedarf und dadurch keinerlei Warnsignal freisetzt, ist die Formation nachhaltig. Als Kennzeichen werden hier Reversal-Kerzen sichtbar, die mit einem langen Docht oder einer langen Lunte auf eine Umkehr deuten.

 





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Trendfolgeindikatoren generieren Signale während einer Trendbewegung, bis sich die Richtung des Trends ändert. Der Forex Trader kann dementsprechend seinen Handel optimieren. Obwohl über die Indikatoren erkennbar wird, dass die Kursbewegungen weiter im Trend verlaufen, sind sie als Ein-oder Ausstiegssignale nicht geeignet. Wenn Trendfolgeindikatoren benutzt werden, muss der Trader primär darauf achten, dass faktisch ein Trend vorliegt. Ansonsten können die Indikatoren Fehlsignale aufweisen. Wenn sich der Markt letztendlich dreht, folgen auch die Indikatoren seinem Richtungswechsel. Deshalb werden Trendfolgeindikatoren immer in Trendrichtung verfolgt, bis sie ein Trendwendesignal liefern.

Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Indikatoren für eine Trendefolge beschrieben.
 

Gleitende Durchschnitte – SMA

Der gleitende Durchschnitt, auch Simple ­Moving Average (SMA) genannt, wird als Basis für andere Indikatoren wie MACD und Bollinger Band begriffen. Der gleitende Durchschnitt filtert sprunghafte und heftige Kursbewegungen, um den tatsächlichen Kurstrend anzuzeigen. Allgemein errechnet er den Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum und dient somit als Signallinie und zur Trendbestimmung. Der ausgewiesene Zeitrahmen ist innerhalb der Trading-Software frei wählbar. Für langfristige Betrachtungen verwenden Trader achtunddreißig, neunzig oder zweihundert Tageslinien, für kurzfristige Handlungen sind fünf, zehn, zwanzig und fünfzig Tageslinien geeignet. Für den Trader zu beachten gilt dabei, dass mehr Fehlsignale auftreten, je kürzer die Periodenlänge ist. Kürzere Durchschnitte sind erst dann vorteilhaft, wenn eine Trendumkehr kurz bevorsteht. Gleichermaßen funktionieren langfristige Durchschnitte besser, je länger ein vorliegender Trend intakt ist.
Ungeachtet der gewählten Periode kommt es immer wieder zu Überschneidungen zwischen dem Kursverlauf und dem ­Moving Average. Die Schnittpunkte sind ­dabei als Signal zu bewerten. Schneidet der gleitende Durchschnitt im Aufwärtstrend den Chartverlauf von oben nach unten, generiert er damit ein Verkaufssignal. Dieser Vorgang wird als Moving ­Crossover Modell bezeichnet. Ansonsten kann auch ­die Double ­Crossover Methode angewendet werden, die die Nachteile des Simple Moving Average Indikators vermindert. Bei dieser Methode wird der Schnitt von zwei unterschiedlichen gleitenden Durchschnitten benutzt. Der längere Durchschnitt sorgt für die Glättung des Kursverlaufs und folgt damit dem Primärtrend. Der andere, kürzere Durchschnitt folgt den Bewegungen innerhalb des Trends. Durchkreuzen sich die Indikatorenlinien, erhält der Trader wichtige Handelssignale. Wenn der kurze Durchschnitt den Langen nach obenhin schneidet, wird ein Kaufsignal freigesetzt. Schneidet der Kurze den langen Durchschnitt nach unten, ist dies als Verkaufssignal zu deuten. Obwohl die Signale des ­Moving Average erst spät generiert werden, besitzen sie gleichwohl eine hohe Zuverlässigkeit.
 

Moving Average Convergence Divergence – MACD

Der ­MACD zeigt die Richtung als auch die Stärke eines Trends an und weist dadurch auch auf Trendwechsel hin. Der Indikator stellt die Divergenz zwischen zwei unterschiedlich langen gleitenden Durchschnitten, nämlich einem schnellen und einem langsamen, dar. Zur Berechnung des ­MACD wird der Wert des langsamen Durchschnitts vom Wert des schnelleren abgezogen. Die daraus resultierende Differenz wird dann als MACD-Linie dargestellt.
Wie im Namen ausgedrückt wird, funktioniert der MACD nach dem Prinzip von Divergenz und Konvergenz und gibt damit Aufschluss über die Dynamik des Trends. Eine Divergenz liegt vor, wenn sich beide Indikatorenlinien voneinander entfernen. Mit steigenden Kursen des Basiswertes wird die Differenz größer, weil der schnellere Durchschnitt früher als der träge auf den Kurs reagiert. Als Ergebnis steigt die MACD-Linie im Chartbild. Bei einer Konvergenz laufen die Linien aufeinander zu. Wenn der Trend abschwächt oder der Kurs zu konsolidieren beginnt, reagiert auch hier der schnellere Durchschnitt zuerst. Dadurch vermindert sich die Differenz zwischen den Durchschnitten, und noch bevor die Linien einander schneiden, fällt der MACD. Wie sich hierbei zeigt, folgt der Indikator den Kursbewegungen.
Um die Richtung des Trends festzustellen, stellt der Trader den ­MACD in Beziehung zu seiner Nulllinie. Befindet sich der MACD im positiven Bereich über der Nulllinie, liegt ein Aufwärtstrend vor. Ein dabei steigender MACD zeichnet eine zunehmende Dynamik des Aufwärtstrends aus. Fällt der Indikator in diesem Bereich, ist auf eine nachlassende Dynamik des Aufwärtstrends zu schließen. Hält sich der Indikator hingegen im negativen Bereich auf, besteht ein Abwärtstrend. Fällt die Indikatorlinie, ist mit einer zunehmenden Dynamik des Abwärtstrends zu rechnen. Beobachtet der Trader indessen einen Anstieg des MACD, ist dies als Zeichen für eine nachlassende Dynamik des Trends zu verstehen. Allgemein gilt: Je weiter der MACD von der Mittellinie entfernt ist, desto stärker ist ein Trend.
Einerseits kann der MACD also als Trendfolgeindikator genutzt werden, andererseits kann er zur Analyse von Divergenzen im Kursverlauf zurate gezogen werden und entspricht somit einem Oszillator. Treten Divergenzen zwischen dem Indikator und dem Kursverlauf auf, liegt eine Schwäche in dem vorhandenen Trend vor und signalisiert damit einen bevorstehenden Trendwechsel. Auch wenn der MACD im Anschluss einer Divergenz die Mittel- oder die Signallinie schneidet, wächst die Möglichkeit eines Trendwechsels. Die Schnittpunkte werden dabei als Handelssignal gewertet.
 

Bollinger Bänder

Der Indikator ist eine Weiterentwicklung der Methode der gleitenden Durchschnitte und wurde von seinem Namensgeber John Bollinger ausgearbeitet. Die Bollinger Bänder bestehen aus einem gleitenden Durchschnitt, der von einem unteren und einem oberen ­Trading-Band umgeben wird. Die Kurse pendeln innerhalb der Bänder und können somit für die Bestimmung von Kurszielen eingesetzt werden. Erreichen die Kurse das obere Band, werden sie als überkauft angesehen. Als überverkauft gelten die Kurse, sobald sie sich dem unteren Band nähern. Der Abstand der Bänder zeigt die Volatilität des Kursverlaufs an. In volatilen Kursphasen dehnen sich die Bänder aus, der Abstand vergrößert sich. Liegen die Bänder weit auseinander, so sollte dies als Warnsignal für eine bevorstehende Trendwende oder einer Konsolidierung angesehen werden. Bei niedrigen Kursschwankungen wird der Abstand der Bänder geringer.
Auch in trendlosen Stadien erfüllen die Bollinger Bänder ihren Zweck. Sie wirken als Widerstands- und Unterstützungszonen, wobei Ausbrüche darüber hinaus als Trendwechselsignale zu deuten sind. In trendstarken Phasen bewegen sich die Kurse am oberen Band und folgen damit dem Aufwärtstrend oder die Kursbewegungen verlaufen am unteren Band und schließen sich dem Abwärtstrend an. Der gleitende Durchschnitt fungiert dann als Unterstützungs- oder Widerstandslinie. Trotzdem sollte der Trader weitere Indikatoren wie ­MACD oder ­RSI in seine Überlegungen einbeziehen, um Brüche der Mittellinie und Ausbrüche aus den Bändern als tatsächliche Trendumkehr oder Trendbestätigung zu deuten.

 





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Der Forex Broker eToro kann als führend im Bereich des „Social Trading“ angesehen werden. Im 2011 wurde das eToro OpenBook lanciert. Dort sehen registrierte Trader in Echtzeit, welche Trades genau die anderen Trader durchführen. Und nicht nur das. Das OpenBook ist tatsächlich ein „offenes Buch“. Man sieht genau, wie erfolgreich die einzelnen Trader (anonymisiert, da über ein Pseudonym gehandelt wird) in der Vergangenheit waren. Solche Daten sind bei keinem anderen FX Broker erhältlich. Wir haben diese Datenbasis auch schon genutzt, um zu messen, wie viel Erfolg FX Trader durchschnittlich haben.

Mit der im Sommer 2011 lancierten Erweiterung von OpenBook wird es nun noch viel einfacher, online Devisen zu handeln und von anderen zu lernen. Der Copytrader ermöglicht es, mit einem Mausklick erfolgreiche Händler zu kopieren. So gibt es teilweise über 100 Followers von erfolgreichen Tradern, die nichts anderes machen, als dass sie automatisch deren Devisengeschäfte 1:1 kopieren. Grund genug, hier den eToro Copytrader näher unter die Lupe zu nehmen.

 

Wie funktioniert der eToro Copytrader? Erste Erfahrungen

Wie gesagt ist die Nutzung des Copytrader sehr einfach. Sie benötigen dazu auch nicht einmal ein Konto mit Echtgeld bei eToro. Der Copytrader lässt sich auch mit einem kostenlosen Demokonto nutzen.

Eröffnen Sie gleich ein kostenloses Demokonto, um den Copytrader selbst zu testen

Gehen Sie nach dem Login in den Bereich „OpenBook“. Dort klicken Sie auf „Rankings“ und wählen als Zeitperiode „1 Monat“ aus:

Hier sehen Sie diejenigen Trader, die bei eToro in den letzten 30 Tagen am erfolgreichsten gehandelt haben. Natürlich sind die absoluten Gewinne vertraulich. Folglich werden die Gewinne nur indiziert dargestellt. So ist zwar grösste Transparenz, gleichzeitig aber auch Sicherheit und Anonymität für die beteiligten Trader gegeben.

Weil viele Trading-Strategien nicht über lange Zeit funktionieren, erscheint es uns sinnvoll, einen oder drei Monate als Basis zu nehmen.

Unter dem Reiter „Stats“ sehen Sie zudem erweiterte Statistiken zum jeweiligen Trader:

In unserem Beispiel ist die Performance von fast +200% in 3 Monaten sehr gut. Das kontinuierliche Ansteigen des Profits zeigt auch, dass hier nicht einfach ein oder zwei glückliche, aber hoch-riskante Trades durchgeführt wurden, sondern dass hier langsam, aber stetig Geld beim Devisenhandel verdient wurde.

Unter dem Reiter „Portfolio“ sind zudem noch Angaben zur Zusammensetzung der bisher gehandelten Devisenpaare ersichtlich.

Dieser Trader war mit 94% hauptsächlich im meistgehandelten Währungspaar EUR/USD investiert.

Rechts sehen Sie auch, wie riskant die einzelnen getätigten Geschäfte waren. Das Risikoprofil ist hier meistens „tief“ oder maximal „mittel“.

Ganz unten sind noch weitere wichtige Kennzahlen vermerkt:

  • Trades executed: Die Anzahl bereits durchgeführter Käufe/Verkäufe
  • % Trades result in Profit: Zeigt an, wie oft der Händler Gewinn gemacht hat
  • Average trade holding time: Wie lange durchschnittlich eine Position gehalten wurde, bis sie wieder geschlossen wurde

 

 

Kriterien bei der Nutzung von Copytrader

Welche Trader soll man mit Copytrader kopieren? Das Kopieren der Trades eines erfolgreichen Händlers ist keine Garantie, auch Gewinne zu erzielen. Ganz einfach deswegen, weil auch im Devisenmarkt in der Vergangenheit erzielte Gewinne keine Garantie dafür sind, dass die Strategie auch in Zukunft funktionieren wird. Das wissen Sie vermutlich auch schon aus eigener Erfahrung.

Somit ist es zuallererst wichtig, nur soviel Geld einzusetzen, wie man auch problemlos verlieren kann. Danach sollte man die anderen Händler sorgfältig prüfen, bevor man sie mit dem eToro Copytrader kopiert. Ein paar Anhaltspunkte dazu sind:

  • Erzielter Gewinn sowie Anteil erfolgreich geschlossener Positionen
  • Hohe Anzahl durchgeführter Trades: Wählen Sie lieber einen Händler, der in kleinen, aber stetigen Schritten Geld verdient als jemanden, der ein oder zweimal den richtigen Riecher (oder einfach grosses Glück) hatte
  • Stetiger Aufwärtstrend bei der Performance: Dasselbe gilt für die Grafiken, auf denen Sie die Performance ablesen können. Vermeiden Sie den Copytrader auf einen Zocker anzusetzen, der sehr hohe Gewinne, aber eben auch sehr hohe Verluste erzielte
  • Keine grossen Verluste: Vermeiden Sie es, jemanden zu kopieren, der einzelne, sehr hohe Verluste erzielte. Diese Person hält sich offenbar nicht an die Grundlagen des Moneymanagements.
  • Zeithorizont: Wenn jemand über eine lange Zeit erfolgreich Devisen handelte, dann hat er damit auch in verschiedenen Marktphasen Erfolg gehabt. Das ist besser, als wenn eine Person seine Gewinne nur in wenigen Tagen oder Wochen erzielte
  • Risikoprofil: Vorsichtigere Anleger wählen Trader aus, die hauptsächlich Käufe und Verkäufe mit wenig Risiko tätigten

 

 

eToro Copytrader – Häufig gestellte Fragen

Kann man den eToro Copytrader ohne Risiko testen?
Ja, denn es ist möglich, auch mit einem Demokonto den Copytrader zu nutzen. Hier können Sie sich registrieren, um schon Minuten später selbst mit virtuellem Geld handeln.

Wie wird die Rangliste (Rankings) erstellt?
eToro nutzt mehrere Kriterien, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse ausgewogen sind. So werden unter anderem

  • Anzahl gehandelter Positionen
  • Gewinnquote
  • Handelsaktivität im Zeitverlauf
  • Haltedauer
  • Leverage / Risiko
  • Höhe der eingesetzten Beiträge

berücksichtigt und fliessen damit in die Formel zur Festlegung der Rankings ein. Natürlich können auch Trader ausserhalb der Top-100-Listen mit einem Mausklick kopiert werden.

Ist Copytrader kostenlos?
Ja, die Nutzung von OpenBook und Copytrader ist vollständig kostenlos. Es genügt, ein Konto bei eToro zu eröffnen, um dieses faszinierende Trading-Instrument nutzen zu können.

In welchem Ausmass werden Trades kopiert?
Copytrader kopiert Trades proportional. Wenn jemand, den Sie kopieren, 5% seines Vermögens für eine bestimmte Position einsetzt, dann wird auch von Ihrem diesem Trader zugewiesenen Kapital 5% eingesetzt. Das bedeutet, dass Sie somit mit dem gleichen Moneymanagement fahren wie der kopierte Händler und dass bei einzelnen Trades bisweilen je nach Moneymanagement des erfolgreichen Traders nur für sehr geringe Summen eingesetzt werden.

Wie viele Leute kann man mittels Copytrader kopieren?
Aktuell kann man automatisch zehn andere Trader kopieren. Wählt man im Webtrader neben einem User „Close“, so werden alle offenen Positionen geschlossen und man kann einen weiteren User kopieren.

Wie schnell werden Positionen kopiert?
Gemäss eToro werden Positionen so schnell kopiert, dass man denselben Kurs wie der kopierte Trader haben sollte. Ausnahmen können insbesondere in Perioden von sehr hoher Volatilität vorkommen.

Was sind Erfahrungen mit dem eToro Copytrader
Wir haben selbst während mehreren Monaten einen Test durchgeführt. Erfahren Sie hier: Copytrader Erfahrungen mehr dazu und hinterlassen Sie Ihre eigenen Erfahrungen, wenn Sie das Tool schon genutzt haben.

Ist es gut oder schlecht, wenn es viele Copytraders bei einem User gibt?
Sehr erfolgreiche Trader haben hunderte von Followern, die ihre Trades kopieren. Das ist grundsätzlich ein gutes Zeichen. Kaum jemand wird ja die Positionen von einem notorischen Verlierer kopieren wollen. Weil der Devisenmarkt der grösste Markt der Welt ist, ist es auch kaum möglich, diesen zu beeinflussen. Sollte aber ein vielfach kopierter Trader in eine exotische Position mit einem grossen Anteil seines Portfolios einsteigen, dann ist nicht ausgeschlossen, dass dadurch der Kurs in beeinflusst wird.

Ist der eToro Copytrader anonym und sicher?
Ja, er ist vollständig anonym und sicher. Bei jeder neuen eröffneten Position wird Ihre Aktion unter Ihrem Pseudonym für andere Nutzer sichtbar. Allerdings werden nur Kauf-/Verkaufspreis und Währung angezeigt. Niemand sieht, wie viel Geld Sie einsetzen. Gewinne werden nur prozentual angezeigt.

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