Jun 152012
 

Gold ist ein hochwertiges Edelmetall, dass neben der Verwendung in der Textil-, Schmuck-, Elektro-, Medizin- und Optikindustrie auch als internationales Zahlungsmittel anerkannt ist. An der Börse wird Gold als XAU kenntlich gemacht. Dabei steht das X für eine internationale Einheit, dessen Wert weder von einem Staat oder einer Notenbank bestimmt, noch garantiert wird. Das in der Kennzeichnung enthaltene AU ist das chemische Symbol für Gold und entspringt der lateinischen Bezeichnung für Gold, Aurum.

Preisentwicklung von Gold

Um mit einer Investition in Gold vertrauter zu werden, ist ein Blick auf die historische Entwicklung des Goldpreises hilfreich. Gemessen wird das Metall in Feinunzen, was circa 31,10 Gramm entspricht. Am ­Forex Markt bezieht sich der Goldpreis heute auf den Preis pro Unze in US-Dollar.

Schon seit dem 17. Jahrhundert wird der Preis des Goldes frei auf dem Markt bestimmt. Dazu legen Goldhändler in London/England täglich 15 Uhr, zur Eröffnung der US-Börsen den Preis für Gold fest. Beeinflusst wird der Goldpreis zudem von Marktteilnehmern wie Zentralbanken oder Minengesellschaften, die große Mengen an Goldreserven besitzen. Um den Preis zu drücken, verkaufen die Banken viel Gold, die Goldminenunternehmen steigern hingegen ihre Produktion. Soll der Preis im Gegensatz gesteigert werden, so kaufen Zentralbanken Gold auf, die Goldproduktion wird indessen gemindert. Allerdings haben Banken nur beschränkte Möglichkeiten auf die Goldentwicklung, da der Gesamtbesitz der Banken nur knapp 19 Prozent der weltweit vorhandenen Goldmengen ausmacht.

Der Goldstandard

Wiederum galt im 17. Jahrhundert ein Goldhinterlegungs-Standard, bei dem Gold zu hundert Prozent in Form von Papierscheinen bei Sammelstellen, wie Banken, getauscht wurde. Mit den Gold-Gutscheinen konnten weitere Geschäfte realisiert werden und Waren und Dienstleistungen bezogen werden. Aus diesem System entwickelte die Bank of England aufgrund ihrer weltweiten Vormachtstellung im Handel- und Finanzwesen den klassischen Goldstandard. Eine hundertprozentige Deckung durch Gold war in diesem neuen System nicht mehr vorgesehen. Deshalb durften Notenbanken mehr Geld herausgeben, als sie real in Form von Gold vorrätig hatten. Der Goldstandard wurde nach britischem Vorbild zu einem weltweiten System. Jede geführte Währung entsprach demnach einer bestimmten Goldmenge mit nationalem Hintergrund, die von dem Londoner Goldmarkt festgelegt wurde. Durch diese Interventionspolitik lag der Goldpreis jahrhundertelang bei 3,17 Pfund und die Wechselkurse der Währungen waren fest und unverändert.

Der klassische Goldstandard bewirkte also eine internationale Preisstabilität bis in das 19. Jahrhundert hinein. Mit dem Ersten Weltkrieg wurde die Bindung von Gold an die Währungen zeitweise aufgehoben. Verstärkt durch die Weltwirtschaftskrise 1931 wurde zusätzlich die gesamte Konvertibilität ausgesetzt. So konnten Händler in den USA 1933 für eine Unze Gold fünf Dollar eintauschen. Währenddessen hatte England seine Vorrangstellung in Industrie und Handel verloren. Mit dem Zweiten Weltkrieg brach das englische Finanzsystem vollends zusammen, wodurch die USA den Dollar als Leitwährung initiierten.

Bretton Woods System

Mit der Konferenz in Bretton Woods 1944 verpflichteten sich die USA, für jede Unze Gold fünfunddreißig US-Dollar zu bezahlen. Somit stieg der Goldpreis innerhalb von elf Jahren um das siebenfache an. Nachdem Präsident Nixon 1971 die Vereinbarung über den Tausch von 35 US-Dollar gegen eine Unze Gold auflöste, ist der Goldpreis bis 1980 auf achthundertfünfzig US-Dollar angestiegen. Innerhalb von neun weiteren Jahren wertete der Goldpreis also um das 24-Fache auf. Dies bedeutet ebenso, dass im Gegensatz zu 1971 die Golddeckung auf 1:2 gefallen ist, dementsprechend die im Umlauf befindlichen US-Dollar nur zur Hälfte durch Goldvorräte der USA getilgt werden können.

Gold im Aufwärtstrend

Spätestens im Jahr 2000 konnte eine deutliche Goldhausse an den Märkten festgestellt werden. Bis in das Jahr 2005 hat sich der Goldpreis weiter auf den vierzehnfachen Wert, nämlich 500 US-Dollar pro Unze, gesteigert. Zurückzuführen ist das einerseits auf den Verfall des US-Dollars. Andererseits lässt sich der Anstieg des Goldwertes aus einer gesamtgesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Verunsicherung herleiten.
Anfang 2012 lag der Kurs von USD/XAU bei etwa 1750,00, nachdem im Sommer 2011 der Kurs bei 1921,15 abprallte. Im Laufe des Jahres 2012 wird ein weiterer Anstieg über die 2000er Marke erwartet, denn in Zeiten der Weltwirtschaftskrise stocken vor allem Schwellenländer ihre Positionen im Goldhandel auf. Des Weiteren besitzt Gold noch weiteres Preispotenzial, da es eine Ressource mit beschränktem Vorkommen und wachsender Nachfrage am Markt ist.

Spekulation mit Gold über einen Forex Broker

Inzwischen bieten viele Forex Broker neben dem Handel mit Währungen auch Edelmetalle wie Gold, Silber oder Öl zum Trading an. Dabei werden die Edelmetalle am Forex Markt ausschließlich in US-Dollar gehandelt. Insofern müssen Trader, die in das Edelmetall Gold investieren wollen, zusätzlich auch den US-Dollar in seiner Preisentwicklung betrachten. Forex Händler, die über eine ­Tradingplattform wie eToro oder AvaTrade ihre Aktionen abwickeln, benötigen für den Handel mit Gold keine zusätzliche Software. Ebenso wenig unterscheidet sich der Handel mit Devisen von Gold.

Der Handel mit Gold gehört zu den Termingeschäften der Börse. Wird Gold über einen Forex Broker gehandelt, kann der Trader aufgrund des Leverage-Effekts mit vergleichsweise geringem Kapital wie auch geringen Spreadkosten in den Goldmarkt investieren. Bei einem Hebel von beispielsweise 1:25 können Händler schon von kleinen Kursveränderungen profitieren. Dies macht das Goldgeschäft speziell für Privatinvestoren interessant.
Zudem gilt der Goldhandel als sichere und gewinnbringende Kapitalanlage. Innerhalb der letzten siebzig Jahre stieg der Goldpreis stetig an und gilt somit im Gegensatz zu Papierwährungen als wertstabil. Deshalb ist der Handel mit Gold besonders für langfristige Absichten aussichtsreich. Kurzfristig betrachtet ist der Goldkurs starken Schwankungen unterworfen, weshalb erfahrene Trader am Goldmarkt größere Gewinne erzielen können.

Welche Vorteile bietet der Goldhandel am Forex Markt?

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten bietet der Kauf des Edelmetalls Gold eine finanzielle Absicherung. Denn Gold wird durch Inflation nicht direkt beeinflusst. Im Gegensatz, in inflationären Zeiten, kann die Investition in Gold gewinnbringend sein.

Des Weiteren benötigen Händler nur geringe Kapitaleinlagen, um mit Gold zu handeln. Die Tradingplattformen diverser FX Broker, wie eben eToro, Plus 500 oder auch Forexyard bieten im Verhältnis zum Handel mit Währungen relativ niedrige Marginforderungen.

Da der Goldhandel generell eine sichere und wertvolle Anlage darstellt, verstärkt der Händler sein Finanz-Portfolio durch die Integration von Gold. Zudem gehört ein breit gefächertes Portfolio zur Risikoreduzierung.

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