Sep 152012
 

Der Handel am Devisenmarkt war bislang durch ambivalente Strategien und limitierte Informationsquellen geprägt. Zumeist hatten nur Bank- und Finanzmanager und professionelle Broker unbegrenzten Zugang zu den Signalgebern. Privaten Investoren und Forex Tradern hingegen blieb bisher der volle Einblick in die Finanzwelt verwehrt.
Mit dem progressiven Anwendungstool des Social Tradings werden nun alle Trading Interessierte angesprochen. Angelehnt an das Konzept von webbasierten sozialen Netzwerken können sich jetzt alle Forex Trader weltweit miteinander verknüpfen, Informationen austauschen und gemeinsame Handelsaktivitäten durchführen.

Der Social Media Charakter veranlasst viele Trader, sich aktiv mit verschiedenen Handelseinsätzen auseinanderzusetzen. Dabei werden nicht nur die Handelsplattformen der Trading Anbieter genutzt. Es wird auch auf bestehende Netzwerke wie Facebook, Twitter oder LinkedIn zurück gegriffen. Dadurch lernen sich viele Trader kennen und können regelmäßig zueinander in Kontakt treten.

In den Internet Gemeinschaften diskutieren die Mitglieder über zukünftige Kurs- und Marktentwicklungen und besprechen günstige Kontraktoptionen. Jeder einzelne FX Trader profitiert somit aus den Erfahrungen anderer. Der gemeinsame Wissenspool offeriert neue Möglichkeiten, einen erfolgreichen Handelsabschluss zu erzielen.
 

Wissen ist Macht

Forex Trader nutzen verschiedene Mittel, um eine Transaktionsentscheidung zu treffen. Einige fokussieren sich auf Chartanalysen, andere auf Wirtschaftsindikatoren, Unternehmensauskünfte oder politische Aussagen. Mittels der sozialen Netzwerke können diese einzelnen Faktoren diskutiert und gemeinsam in Zusammenhang mit dem jeweiligen Basiswert gesetzt werden. Aus dieser Zusammenführung von Informationen können sich FX Trader ein umfassendes Bild des Marktes bilden und folglich hoch profitieren.

Neu beim Konzept des Social Tradings sind nicht nur die erleichterten Zugänge zu den Benachrichtigungen. Vor allem die Öffnung von Kommunikationskanälen, um diese Nachrichten zu transportieren, ist innovativ.
 

Schwarmintelligenz

Für die Mitglieder der Social Trading Plattformen ergibt sich eine Informationsvielfalt, die offen diskutiert und begutachtet wird und anhand dessen eine gemeinsame Handelsentscheidung getroffen wird. Hierbei tritt ein Phänomen auf, dass als Schwarmintelligenz bezeichnet wird. Wissenschaftliche Belege zeigen auf, dass Entscheidungen, die in einer Gruppe gefällt werden, eher positive Resultate erzielen als einzeln getroffene Entschlüsse.

Die Beweiskraft dieses Merkmals zieht sich von der ältesten Wissenschaft, der Philosophie, über biologische Beobachtungen bis in die heutigen Wirtschaftsinstitute hindurch. Schon Aristoteles beschrieb im vierten Jahrhundert vor Christus, dass die Masse bessere Entscheidungen trifft als einzelne Experten. Auch in der Tierwelt ist die Schwarmintelligenz nachweisbar. Biologen verweisen auf das Phänomen der Ameisenstaaten oder das Verhalten von Fischschwärmen. Ebenso die Wirtschaft wie die DWP Bank, die größte deutsche Transaktionsbank, nimmt sich dem Thema an. Die statistischen Auswertungen der vergangenen Jahre belegen dabei, dass Privatanleger in der Gesamtheit intelligent und antizyklisch vorgehen.

Auf den Devisenmarkt ­bezogen bedeutet ­dies, dass zwei Millionen Forex Trader eine genauere Einschätzung über die weitere Entwicklung von Basiswerten abgeben als die wenigen Devisenfondsmanager.

Allein die schnelle Kommunikationsmöglichkeit stand bislang dem Prinzip der Schwarmintelligenz im Weg. Mit dem Ausbau moderner Kommunikationsmittel wie dem Internet und der Einbindung des Web 2.0 in die FX Trading Plattformen können Forex Trader nun ihre Prognosen zeitnah in den Netzwerken besprechen und daraus resultierende Geschäftsarrangements treffen.
 

Social Trading mit eToro

Die Handelsplattform eToro hat für seine Nutzer das Konzept des sozialen Handelns aufgegriffen. Das sogenannte OpenBook stellt ein Netzwerk dar, welches nicht nur auf die Kommunikation zwischen den Mitgliedern abzielt, sondern auch die Gelegenheit bietet, nach der Fasson anderer Trader zu handeln.
 


 
Das Anwendungstool OpenBook fungiert als Social Media Plattform auf der Informationen innerhalb der Beteiligten ausgetauscht werden. Dementsprechend liefert das Social Trading besonders für Anfänger eine effektive Lernmöglichkeit. Denn hierbei können Trading Einsteiger mit erfahrenen Händlern in Kontakt treten, sich austauschen und somit in die Details des Forex Tradings eintauchen. Die erfahrenen Trader publizieren ihre Handelsabschlüsse auf der Plattform. Sie gewährleisten damit den Anfängern die Möglichkeit des Lernens und von den Erfolgen zu antizipieren. Für Anfänger und Fortgeschrittene stellt OpenBook eine Kenntnis erweiternde Funktionsweise vor.

Damit diese Erkenntnisse gefestigt und aktiv umgesetzt werden, können die Trader innerhalb der Software einander beobachten, den Handlungen folgen und diese gleichfalls kopieren. Mit dem OpenBook von eToro können FX Händler die einzelnen Trades nach bestimmten Konditionen aufgeschlüsselt betrachten, daraufhin die angewendeten Strategien nachvollziehen, um sich zukünftig daran zu orientieren.

Der Fokus des Social Tradings bei eToro liegt nicht wie üblich in der kommunalen Einschätzung eines Wertes, sondern welche Mitglieder die besten Prognosen eines Basiswertes abgeben. Diese sogenannten Gurus ziehen durch ihre lukrativen Trades viele Mitglieder an, die ihre Handlungen kopieren können. Einerseits ergibt sich somit ein Wettbewerb innerhalb des Netzwerkes, woraus die Besten mit einer Provision belohnt werden. Andererseits können Trading Einsteiger über den Copytrader von den Gewinnen der Gurus partizipieren.
 

Methoden der Social Trading Plattformen

Durch Social Trading Plattformen wie die eToro Datenbank ergeben sich neuartige Gewinnmöglichkeiten an den Finanzmärkten.

Allen Mitgliedern der Community wird gleichermaßen ein tiefer Einblick in die Handlungen der anderen Trader geboten. FX Händler können sich an Informationen wie aktuelle Trends, spezifische Handelskonzepte oder innovative Strategien bereichern. Mit der Erweiterung des eigenen Wissens können schließlich bessere Geschäftsabschlüsse erzielt werden.
Um diesen Effekt zu verstärken, stellen viele Plattformen eine Kopierfunktion zur Verfügung. Hierbei werden Trading Einsteiger als auch erfahrene Trader in das Konzept einbezogen. Für Erstere stellt die Trading Software eine umfassende Lernmethode dar. Denn über das Netzwerk erhalten sie nicht nur Tipps und Nachrichten über Börsentrends. Sie können das antizipierte Wissen anhand der Durchführungen anderer Mitglieder kontrollieren und zugleich aktiv umsetzen.

Erfahrene Trader sind dabei keinesfalls nur die Informationsgeber oder Lehrer. Neben der Weitergabe von Wissen gewinnen erfolgreiche Trader an Popularität. Dies wird durch ein Rankingsystem sichtbar gemacht. Je mehr Anerkennung ein Trader erlangt, umso höher fallen seine Provisionen aus.

Das Social Trading stellt daraus folgend eine zukunftsträchtige und erfolgsversprechende Option dar, aus der vielschichtige Akteure profitieren können.
 

Vorsicht beim Social Trading

Das Handeln an der Börse ist generell ein riskantes Geschäft. Auch das Social Trading Konzept kann nicht mit einer ­hundert prozentigen Erfolgsgarantie aufwarten.

Das Social Trading Prinzip operiert oft mit Bestenlisten oder Rankings. Die Gewinner der Netzwerke fungieren dabei als Signalgeber, die zueinander in Konkurrenz stehen. Der Forex Trader sollte deshalb den Markt und seine Bewegungen selbstständig verfolgen, um den für die eigene Strategie geeigneten Händler zu kopieren.

Das Rankingsystem weist eine weitere Schwachstelle auf, welche für Trading Anfänger einige Schwierigkeiten bedeuten kann. Auch wenn die Führenden der Rankinglisten in den letzten Monaten grandiose Erfolgsquoten aufzeigen, erzielen auch sie, langfristig betrachtet, nur selten die gleiche Quote. Auch Topperformer beenden einige Trades als Verlustgeschäft, was in kurzfristigen Rankingsystemen nicht offensichtlich ist. Forex Trader sollten deshalb immer ihre eigenen Anlagehorizonte mit denen der Signalgeber abgleichen.

Das System der Rankinglisten zielt vor allem auf die Anzahl der Anleger, die die Handlungen kopieren ab. Für die Signalgeber bedeuten Verluste am Markt neben der eigenen Kapitalminimierung, einen Rückgang von Kopierern. Dies zieht eine Verminderung von Provisionen nach sich. Für Signalnehmer hingegen kann ein Defizitgeschäft eines Führenden einen Totalverlust beinhalten.

Bei der Auswahl einer sozialen Trading Plattform sollte der Forex Trader darauf achten, ob der Broker die Mitgliedschaft über einen höheren Spread oder über ein monatliches Abonnementsystem finanziert. Höhere Spreadkosten können für Signalgeber und -nehmer gleichermaßen zu Verlusten führen. Abonnementsgebühren scheinen für die Nutzung der Social Trading Software eine gute Alternative darzustellen.
 


 
 

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