Okt 142011
 

Was bedeutet Hedging im Forex Markt?

Hedging ist eine Strategie des Risikomanagements des Forex Handels, bei dem eine Investition durch eine weitere Investition gesichert wird und somit Verluste verringert werden. Weil der Devisenhandel ständigen Preisschwankungen unterliegt, müssen kritische Marktpositionen nach beiden Seiten geschützt werden. Besonders wenn eine geöffnete Position Gefahr läuft ein Verlustgeschäft zu werden, werden Hedging Strategien angewendet. Dabei wird in eine Gegenposition mit spiegelbildlichem Risikoprofil investiert. Es spielt hierbei keine Rolle, wie viel Profit durch die Maßnahme gewonnen wird, einzig die Risikominimierung eines Handels steht im Mittelpunkt. Ziel des Hedgings ist, die Wertveränderung einer gesetzten Position durch eine zweite Position zu kompensieren.

Wie funktioniert das Hedging im Forex Markt?

Forex Hedging ist eine komplexe Methode, weshalb die Ausführung in mehreren Phasen erfolgt. Wenn ein kritischer Punkt der gesetzten oder geplanten Marktposition erreicht ist, wird eine Risikoanalyse durchgeführt. Der Trader gleicht dabei die gesetzte Marktposition mit der aktuellen Marktsituation ab. Desweiteren muss sich der Händler entscheiden, wie hoch seine Risikotoleranz ist und hierfür die Frage beantworten, wie viel er für den Schutz seiner Position bereit ist zu zahlen. Generell wird für das Anwenden von Hedging Strategien geraten, genug Kapitalmittel zur Verfügung zu stellen. Nicht nur der Einkauf von zwei Positionen muss gedeckt werden, sondern auch die dazugehörigen Spreads müssen in die Kalkulation einbezogen werden. Aufgrund der Kommissionen für die Vertragspartner kommen zudem noch weitere Kosten auf die Händler zu. Im nächsten Schritt legt der Händler die für ihn kosteneffizienteste Absicherungs-Strategie fest. Dabei kann er aus einer Vielzahl von Finanzinstrumenten, sogenannter Derivate, auswählen. Die aus dem Bereich der Termingeschäfte stammenden Finanzverträge führen direkt zu der Sicherung der Position. Nachdem die Strategie implementiert wurde, überwacht der Trader weiterhin, wie seine gewählte Methode funktioniert.

Welche Strategien gibt es beim Hedging?

Die unterschiedlichen Hedging Strategien divergieren insbesondere in den zeitlichen Rahmen und in der Ausführungsverpflichtung. Dabei sind Forex Optionen und Future Verträge die üblicherweise angewendeten Methoden. FX Trader nutzen zudem Forex Swaps und FX Forwards, um ihre Spekulationsgeschäfte abzusichern.

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Forex Optionen
Wie der Name Forex Options erkennen lässt, handelt es sich hierbei um optionale, also bedingte Termingeschäfte. Gegen Zahlung einer Prämie erhält der Optionskäufer das Recht, innerhalb eines festgelegten Zeitraums oder zu einem bestimmten Termin, mit einem Währungsbetrag zu einem vereinbarten Preis zu handeln. An dieser Stelle kann der Optionskäufer zwischen einer Kauf (Call)- oder einer Verkaufs (Put) Option wählen. Dabei hat der Optionsinhaber das Recht, aber nicht die Verpflichtung, die Option auszuführen. Indessen verpflichtet sich der Optionsverkäufer, den betreffenden Währungsbetrag bereitzustellen oder zu übernehmen, falls es nicht zu der Fälligkeit der Option kommt. Denn ist die Entwicklung des Kurses im Vergleich zum vereinbarten Basispreis günstig, verzichtet der Käufer auf die Erfüllung des Vertrages und kann den Devisenbetrag über den Kassamarkt zu besseren Konditionen kaufen oder verkaufen.
Mit dem Optionsvertrag können Forex Trader also die Auswirkungen eines ungünstigen Kursverlaufs limitieren. Zugleich können sich auch kleine Gewinnchancen für den Optionsinhaber ergeben, falls sich der Kurs günstig entwickelt. In diesem Fall verfällt der Optionsvertrag, der Händler generiert Gewinne und hat einzig die Kosten seines Risikomanagements, die Optionsprämie, zu tragen.

Future Verträge
Bei einem Future Vertrag geht der Trader die Verpflichtung ein, einen Devisenbetrag zu einem bestimmten Kurs und zu einem festgelegten zukünftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen. Im Gegensatz zum Optionsvertrag verpflichten sich beide Vertragsparteien, den Kontrakt zu erfüllen. Nur über eine Clearingstelle der Terminbörse ist es dem FX Trader möglich, seine Kaufs- oder Verkaufspositionen noch vor der Fälligkeit seines Future Vertrages, zu lösen. Dabei handelt der Forex Trader mit gegenläufigen Kursen und stellt somit seine Positionen glatt. Werden die Positionen jedoch bis zum vereinbarten Termin nicht liquidiert, muss der Forex Händler den Devisenbetrag übernehmen.
Besonders wenn ein Devisengeschäft als risikoreich erachtet wird, bietet der Future Vertrag als Risikomanagement Strategie einen klaren Vorteil. Mit der Festlegung eines Kauf- oder Verkaufskurses, begrenzt der Forex Trader die Ungewissheit über zukünftige Ausgaben. Somit schützt der FX Händler nicht nur seine finanziellen Depots, sondern kann auch für weitere Investitionen kalkulieren.

Forex Swaps
Die Strategie des Forex Swaps beinhaltet einen Tausch von Währungspaaren. Der FX Trader bestimmt dabei einen Zeitpunkt und den zu handelnden Kurs. Zu dem vereinbarten Termin tauscht der Forex Händler eine Währung gegen eine andere. Der Rücktausch der Währungspaare erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, ebenfalls zu einem vorher festgelegten Devisenkurs.
Mittels des Währungstausches umgeht der FX Trader also das Risiko eines immensen Investitionsverlusts.

Forex Forward
Der FX Forward Handel gehört genauso wie der Future Vertrag zu den Termingeschäften der Börse. Der Trader kann allerdings bei dieser Strategie den Zeitpunkt zur Erfüllung des Vertrags verschieben. Forward Trading ist eine Vereinbarung zum Kauf oder Verkauf eines Währungsbetrages zu einem zukünftigen Termin, als auch zu einem vorher festgelegten Preis. Dem Händler obliegt dennoch zu jeder Zeit das Recht, die Position zu schließen.
Der Vorteil dieser Risikomanagement Strategie ist der offene Zeitrahmen der Geschäftshandlungen. Denn FX Forwards können sowohl auf täglicher, wöchentlicher als auch monatlicher Basis durchgeführt werden. Durch die Verschiebung des Kauf- oder Verkaufstermins kann der Forex Händler das Risiko seines Handels eindämmen.